Samstag, 10. Februar 2018

Das Leben nach der Norm gibt es nicht

Ich habe in meinem Leben schon sehr viele unschöne Erfahrungen gesammelt. Ganz früher sicher auch schon aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern. In der Schule wo ich war das war eine Schule für Körperbehinderte Menschen. Dort habe ich mich nie ernst genommen gefühlt. Vielleicht liegt es daran das ich eben nicht der norm eines behinderten Menschen entspreche. Aber was ist die norm? Es gibt keine aber doch gibt es irgendwie eine. Denn in der Regel ist das Klischee Denken so. 
- Man geht irgendwo in den Kindergarten. 
- Man Geht in eine Sonderschule entweder in eine für Menschen mit Körperbehinderung oder in eine für Menschen mit Geistigerbehinderung oder für Menschen mit Erblindung. 
- Mit 16 oder 18 ist man fertig mit der Schule
- Danach geht man in eine Werkstatt für Behinderte Menschen 
- Ist zwei Jahre im Sogenannten BerufsBildungsBereich was ähnlich wie eine Ausbildung ist. 
Und am besten das man der perfekten Norm entspricht 
- Zieht man noch Zuhause aus und geht in ein eine heimunterkunft für Behinderte Menschen 
Die normalen Menschen wollen nicht verstehen das das nicht immer Sinn macht und nicht jeder so möchte. 
Es gibt eben Menschen die nicht ein Leben nach der Norm leben wollen so wie es andere Normale Menschen für richtig halten. 
Wo gibt es denn die Norm? Jeder Mensch ist einzigartig und was besonders darf er das nicht? 
Auch Menschen mit Behinderung wollen genauso wie normale Menschen ein Selbstbestimmtes Leben haben und wie das Wort schon sagt selbst bestimmen wollen und dürfen. Ist das denn so schlimm zu verstehen? Dürfen das Menschen mit Behinderung nicht? 
Wenn man mal bedenkt das Eltern von Menschen mit Behinderung nichts den Kindern vererben dürfen weil alles was (bis 2016) höher als 2600 € ist der Staat die Hand auf hält dann ist das für mich nicht nachvollziehbar wie man so in das Leben solcher Menschen eingreifen kann und sogar das sparen verbietet weil man alles was über 2600€ ist jegliche Leistung gestrichen wird. 
Ein Selbstbestimmtes Leben ist nahezu unmöglich. Denn behinderte Menschen die selbstbestimmt leben wollen und die Unterstützung von einem ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen wollen dafür reichen die dafür berechneten Leistungen in vielen Fällen nicht aus wie zum Beispiel 125€ Betreuungspauschale im Monat (bis 2016 105€) angerechnet auf den Stundensatz des Pflegedienst macht das ca. 5 Stunden im Monat, wie soll so ein selbstbestimmtes leben möglich sein? 
Ich entspreche halt nicht der norm und komme damit klar in ein Heim zu gehen wo man in der Wohnsituation wie in einer Wohngruppe wohnt da bin ich nicht der Typ dafür. 
Irgendwann wird man dann halt mal zu dem was man geworden ist. 
Man wird Egoistisch man vermeidet Menschen die einem nicht gut tun oder sogar verletzt haben und wird auch etwas Egoistisch. 
Man lässt sich nicht mehr so schnell was sagen lehnt Dinge ab von den man weiß es kann nix werden wo man vielleicht später selbst zur Entscheidung kommen könnte das es gut für einem selbst ist. Ist das jetzt Egoismus oder doch eher Selbstschutz? Andere sagen Egoismus Ich würde sagen es ist Selbstschutz. 
Aber es ist ja so das sich die Außenstehende immer ihr eigenes Bild machen oder direkt der Meinung sind sie haben eh recht. Das man manchen Leuten dann irgendwann mal nur noch die kalte Schulter zeigt ist ja wohl eine verständliche Reaktion. 
Mischen wir uns in das Leben der anderen ein ich glaube wohl kaum. 
Erst recht wenn der Druck oder dieses Klischees Denken aus den eigenen Reihen wie der Familie kommt dann ist der betroffene enttäuscht und verletzt und man braucht sich nicht wundern wenn man dann so wird wie man ist. 
Vielleicht sollte die Menschen nicht nur bei schulen und lesben umdenken sondern auch bei behinderten und nicht behinderten Menschen. 

Übrigens eure Meinung dazu in Form eines Kommentars würde mich freuen. 

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende 

Liebe Grüße

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